SPOJI hilft trotz Pandemie drei Familien in Kordun und Banija im Rahmen der 8. Hilfsaktion für Familien in Kroatien

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- Familie Manojlović mit den bekommenen Hilfsgütern -

|| RECHNUNGEN & BELEGE || СРПСКИ ||

Nach der 20. Hilfsaktion, die wir im Jahr 2020 unter außerordentlichen Umständen für armutsbetroffene Familien in Kosovo und Metochien durchgeführt haben, kam die Hilfsaktion  für armutsbetroffene Familien in Kroatien an die Reihe. Wir versuchen auch dort regelmäßig einmal im Jahr den Familien zu helfen und in den fast 12 Jahren unseres Bestehens war dies die achte Hilfsaktion in Folge für die Familien dieser Region.

Durch die weltweite Pandemie konnten wir die humanitäre Hilfe für Familien im Kosovo und Metochien nicht persönlich überbringen, auch die Aktion selbst dauerte länger als üblich. Aus diesen Gründen hatten wir nicht genug Zeit eine Hilfsaktion für Familien in Kroatien richtig zu organisieren, so dass wir uns am Ende entschieden, drei Familien in Karlovac, Vojnić und Dvor an der Una mit den bereits bestehenden Mitteln zu helfen.

So erreichten wir auch dieses Mal mit der Unterstützung der Eparchie (Diözese) für Gornji Karlovac jene Familien, die Hilfe brauchten und denen wir helfen konnten. Wegen der Pandemie konnten wir den Familien die Hilfe nicht persönlich überbringen und die Priester Radoslav, Branko und Jugoslav halfen bei der Beschaffung und Übergabe.

Die Humanitäre Aktion hatte einen Gesamtwert von 3.475 €.

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Die erste Familie, die in der Periode von November 2020 bis Februar 2021 Unterstützung erhielt, war die Familie Manojlović aus Gornji Sjeničak im Ort Skakavac bei Karlovac: Vater Ljuban (51), Mutter Milena (42) und die Söhne Branko (14) und Mario (11).

Leider ist niemand in der Familie berufstätig, sie erhalten nur Sozialhilfe in Höhe von 1.600 Kuna (ca. 212 Euro) und Kindergeld in Höhe von 673 Kuna (ca. 89 Euro) pro Monat. Sie betreiben Landwirtschaft, haben zwei Kühe, 15 Schafe, mehrere Schweine und Hühner. Die Söhne besuchen die Volksschule in Skakavac. Sie produzieren landwirtschaftliche Erzeugnisse für den Eigenbedarf, aber angesichts der Ausbildung der Kinder und der monatlichen Ausgaben können sie sich zusätzliche Lebensmittel und Vorräte, die beschafft werden müssen, oft nicht leisten.

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Wir kauften ihnen eine neue Eingangstür für das Haus und eine Waschmaschine und während des Besuchs brachte Pater Radoslav Andjelić den Kindern in unserem Namen auch Süßigkeiten. Der Gesamtwert der Hilfe betrug 617,60 Euro.

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Wegen der Militäroperation „Sturm“ musste Familie Manojlović 1995 nach Bosnien und Herzegowina fliehen, von dort aus nach Serbien, wo sie sich im Ort Venčani in der Gemeinde Arandjelovac niederließ, wo sie bis Juni 1999 lebte, als sie nach Gornji Sjeničak zurückkehrte. Wie sie uns erzählten, waren sie froh, in ihre Heimat zurückzukehren, aber sie stießen auf große Schwierigkeiten. Ihr Haus war verwüstet, ohne Türen und Fenster, mit schlechtem Dach in Unkraut verwachsen.

Die Familie hatte den großen Wunsch und Willen, das Haus zu renovieren, das Grundstück zu räumen und das Leben von vorne zu beginnen, und wie sie sagen, wäre es ohne die deutsche Organisation „Technisches Hilfswerk“ kaum gelungen. Im Jahr 2002 half diese bei der Finanzierung der Renovierung des Hauses. Ljubans Eltern sind inzwischen verstorben, und Familie Manojlović lebt immer noch hart von Ackerbau und der Viehzucht, aber sie geben nicht auf. Das Wichtigste für sie ist, dass ihre Söhne Branko und Mario zur Schule gehen und zu guten Menschen heranwachsen.

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Die zweite Familie waren die Maljkovićs aus der Nähe von Dvor an der Una: Vater Milorad (47), Mutter Anka (44) und die Kinder Radomir (21), Mila (10) und Marina (7). Auch sie sind nicht erwerbstätig, nur ihr Sohn Radomir arbeitet manchmal als Förstner, wenn er Arbeit bekommt. Sie erhalten nur Kindergeld in Höhe von 600 Kuna (ca. 80 Euro) pro Monat.

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- Das Haus das die Maljkovićs vom Staat bekommen haben -

Die Familie ist in der Landwirtschaft beschäftigt, die Töchter gehen in in Dvor an der Una zur Schule. Sie leben derzeit in Gornja Stupnica in einem Haus, das sich in einem sehr schlechten Zustand befindet und aufgrund der unpassierbaren und schlechten Straßen nur mit dem Traktor erreicht werden kann. Sie erhielten vom Staat Kroatien ein Haus in der Stadt Pedalj in der Nähe von Stupnica, weil sie zu den sozial schwachen Familien gehören.

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Um schneller in das neue Haus einziehen zu können, halfen wir ihnen mit dem Kauf von Laminatboden für 70 Quadratmeter und einer Waschmaschine. Pater Jugoslav Maksimović schenkte ihnen während des Besuchs einige Süßigkeiten in unserem Namen. Die Hilfe hatte einen Gesamtwert von 861,40 Euro.

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-Vor, während und nach des Einbaus des Laminatbodens -

So wie die Familie Manojlović hat auch die Familie Maljković eine sehr schwere Zeit gehabt. Die Mutter der Kinder, Anka, ist gebürtig aus Velika Kladuša in Bosnien und Herzegowina. Im Jahr 1992 flüchtete sie mit ihren Eltern nach Dvor an der Una, wo sie Milorad kennenlernte, den sie später heiratete. Leider kam es nur ein paar Jahre später, 1995, zur Militäraktion „Sturm“, weswegen sie aus Gornja Stupnica, Milorads Geburtsort, nach Serbien fliehen mussten. Doch nach wenigen Jahren kehrten sie nach Stupnica zurück, wo sie um ein normales Leben für ihre Kinder kämpfen. Obwohl es überhaupt nicht einfach ist, geben sie nicht auf und versuchen, ihnen jeden Tag die grundlegendsten Dinge zu ermöglichen.

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Die dritte Familie, der wir im Rahmen dieser Hilfsaktion geholfen haben, war Familie Vujić aus Vojnić: Vater Svetozar (41), Mutter Rada (37), Sohn Mario (15), Tochter Elena (9) und Großmutter Nevenka (67). Auch in dieser Familie gibt es leider keine Erwerbstätigen. Sie erhalten nur Kindergeld in Höhe von 380 Kuna (ca. 51 Euro) pro Monat. Sie arbeiten in der Landwirtschaft für den Eigenbedarf, aber wenn möglich, verdienen sie auch etwas dazu. Die Kinder gehen in die Grundschule.

Familie Vujić wandte sich an die staatlichen Institutionen um Hilfe, weil neben dem Haus auch alle anderen Grundstücke im letzten Krieg 1995 in Brand gesetzt wurden. Sie erhielten jedoch keine Hilfe vom Staat, weil sie die Republik Kroatien während des Kriegs nicht verlassen haben und somit nicht als Flüchtlinge und Vertriebene gezählt werden.

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Als sie sich in einer Linie von ihrem Ort wegbewegten, war die Kolonne bereits durchgeschnitten. Sie mussten zurückkehren und versteckten sich monatelang in den umliegenden Wäldern bis sich die Gelegenheit ergab an einen sichereren Ort in der Schutzzone zu ziehen. Weil es in einem Kriegsgebiet lag, konnten sie nicht sofort in ihr Haus zurückkehren, das in Brand gesteckt wurde. Sofort nach Ende des Krieges kehrten sie in ihr niedergebranntes Haus zurück und begannen von vorne.

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Als sie zurückkamen, sahen sie, dass die Fenster und Türen weggebracht worden war, ebenso wie alle Dinge aus dem Haus. Sie konnten den größten Teil des Hauses sanieren, aber sie hatten nicht die Mittel für das Dach, das stark beschädigt und undicht ist und realistisch einzustürzen droht.

Deswegen haben wir uns entschlossen, ihnen im Rahmen dieser Aktion zu helfen, in dem wir Baumaterial für die Sanierung des Daches in Höhe von 1.967,00 Euro kaufen.

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Die notwendige Hilfe wurde Mitte November 2020 bestellt und gekauft, aber die Vujićs erkrankten an Covid19 und mussten in Quarantäne. Pater Branko Santrač lieferte ihnen Hilfe, nachdem sie die Quarantäne verlassen konnten, aber da war es schon Dezember und es war zu kalt, um jegliche Arbeiten zu beginnen. Deshalb mussten die Arbeiten auf den Frühling verschoben werden und wir hoffen, dass sie bald abgeschlossen sein werden.

In den vergangenen Monaten wurden die Menschen in Kroatien von einer Reihe von Erdbeben heimgesucht und die Situation ist noch ernster und schwieriger geworden. Darum werden wir mit Unterstützung unserer Mitglieder, Freunde, Unterstützer und Spender versuchen, den betroffenen Familien zu helfen, ihre Häuser wieder aufzubauen und mehr oder weniger mit dem normalen Leben fortzufahren. Die Tatsache, dass all dies inmitten der Pandemie des Coronavirus geschah macht die Situation nicht einfacher.

Wir wären nicht in der Lage unsere kleine humanitäre Aktion für drei Familien in Kordun und Banija durchzuführen, hätten wir nicht die Unterstützung der örtlichen Priester und der zahlreicher Spender aus der ganzen Welt, die an die bedrohten Familien nicht nur in Kroatien, sondern auf dem ganzen Balkan denken. Wir sind ihnen von Herzen dankbar und hoffen, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten und Hilfe leisten werden.

VERBUNDEN SIND WIR STÄRKER!

 

Falls Sie auch für armutsbetroffene Familien in Kosovo und Metochien spenden wollen, können Sie das an 365 Tagen im Jahr mittels einer der folgenden Möglichkeiten machen:

SPENDENMÖGLICHKEITEN

1.) SPENDENKONTO - EU & Schweiz (ohne Spesen):

Jugendverein SPOJI

IBAN: AT48 2050 3033 0067 8129

BIC: SPIHAT22XXX

Zweck (сврха): Spende Familien in HR / SRB / KiM / Tirol ...

2.) PAY PAL DONATE (трошкови / Spesen: 3,40% + 0,35€):

www.spoji.link/paypal/donate

3.) FACEBOOK DONATE (без трошкова / ohne Spesen):

https://spoji.link/FB/donate

Wenn Sie auf Facebook eine Spendenaktion zugunsten der Hilfsaktionen von SPOJI machen wollen (z.B. zu Ihrem Geburtstag, ...), können Sie das mittels des folgenden Links machen (für Facebook Nutzer):

https://www.facebook.com/fund/spoji.org/

 

 

 


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