In der Organisation der Serbisch Orthodoxen Jugendvereins Innsbruck – SPOJI fand am Sonntag, dem 26. April 2026, im Theater Präsent in Innsbruck ein besonderer Theaterabend anlässlich des 170. Jubiläumsjahres der Geburt Nikola Teslas statt, in dessen Rahmen das Monodrama „Iskra“ (Deutsch: „Der Funke“) über das Leben Nikola Teslas aus der besonderen Perspektive seiner Mutter Georgina Djuka Tesla aufgeführt wurde.
ÜBER DAS STÜCK „ISKRA“
Das Monodrama „Iskra“, aufgeführt von der Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin Maja Kolundžija Zoroe aus Belgrad, stellt eine bewegende, emotionale und tief inspirierende Geschichte über Djuka Tesla, die Mutter eines der größten Genies der Menschheitsgeschichte, dar. Durch ihre Perspektive hatte das Publikum die Gelegenheit, nicht nur den Lebensweg Nikola Teslas zu betrachten, sondern auch die Kraft, das Opfer und die Spiritualität jener Frau zu erkennen, die die Grundlagen seines Genies gelegt hat.

Das Stück entstand nach einer Idee von Maja Kolundžija Zoroe und wurde von Prof. Dejan Cicmilović regiert. Seit seiner Premiere im August 2024 in Smiljan in der Lika, dem Geburtsort Nikola Teslas, wurde es bereits 115 Mal in ganz Serbien, in serbischen Gemeinschaften der Länder des ehemaligen Jugoslawiens sowie in Europa aufgeführt. Die Aufführung in Innsbruck war die 116. Vorstellung und zugleich die vierte in Österreich nach Wien, Graz und Linz.

Das Stück basiert auf historischen Fakten, Briefen, Zeugenaussagen und Dokumenten, trägt jedoch einen zusätzlichen besonderen Charakter, da es von den Emotionen und persönlichen Erlebnissen einer Mutter durchzogen ist. Es berührt sämtliche Tugenden und Schwächen seiner Persönlichkeit und bringt den Zuschauern das Glück, die Trauer, die Sorge und den Stolz einer Mutter näher, die sich zwar der Größe Nikolas bewusst ist, ihn jedoch niemals anders sehen kann als ihren Sohn.

Durch diese meisterhaft gespielte Vorstellung von Maja Kolundžija Zoroe hatten die Zuschauer die Möglichkeit, Fakten über Teslas Herkunft zu erfahren, aber auch das Ambiente und die Emotionen der Familie, der Zeit und der Heimat eines der größten Denker der Menschheitsgeschichte zu erleben. Zugleich wurden zahlreiche lokale Ausdrücke und Bräuche aus der Lika jener Zeit in die Geschichte eingewoben, was besonders die vielen Gäste im Publikum erfreute, die aus der Lika, Dalmatien und anderen Teilen des heutigen Kroatiens stammen.

Beim Internationalen Festival des Monodramas in Sarajevo gewann „Iskra“ im Dezember 2025 den ersten Preis als beste Aufführung, während sie beim Festival kleiner Theaterformen in Aranđelovac einen Sonderpreis für die Besonderheit des dramatischen Ausdrucks erhielt, ebenso beim Festival in Zaječar.

Durch starke Emotion und inspirierte Interpretation erweckt das Stück die Gestalt einer Frau zum Leben, deren innere Stärke die Zeit überdauerte und tiefe Spuren im Erbe des serbischen Volkes hinterließ. „Iskra“ ist nicht nur ein Theaterwerk – sie ist eine Hommage an die Mutterschaft, den Glauben und die stille, aber entscheidende Kraft, die große Persönlichkeiten formt.
AUFFÜHRUNG UND EINDRÜCKE DES PUBLIKUMS
Maja Kolundžija Zoroe gelang es durch ihr meisterhaftes Schauspiel, dem Publikum die Gestalt von Djuka Tesla vollständig nahezubringen und eine starke emotionale Verbindung zu allen Anwesenden aufzubauen. Ihre Interpretation war von authentischer Emotion, subtiler Bühnenpräsenz und außergewöhnlicher künstlerischer Hingabe geprägt.

Das Publikum, bestehend aus verschiedenen Generationen – besonders erfreulich war die große Zahl junger Besucher – verfolgte die Aufführung mit großer Aufmerksamkeit und emotionaler Anteilnahme. Maja Kolundžija Zoroe sowie ihr Sohn Stefan, der im Stück als Tesla in seiner Kindheit erscheint, wurden am Ende mit mehrminütigen Standing Ovations belohnt, was der beste Beweis für den tiefen Eindruck war, den die Vorstellung bei allen Anwesenden hinterließ.


Maja, die selbst aus der Umgebung von Knin stammt, wandte sich am Ende an das Publikum und erzählte einen Teil ihrer eigenen Lebensgeschichte, wie sie am 5. August 1995, an ihrem 18. Geburtstag, in einer Flüchtlingskolonne mit mehreren Hunderttausenden Menschen vor der „Operation Sturm“ (Oluja) floh und nach Serbien gelangte, wo sich ihre Familie in Petrovac na Mlavi niederließ. In Serbien studierte sie Schauspiel an der Universität in Priština (Kosovo und Metochien), von wo sie 1999 erneut fliehen musste und nach Petrovac na Mlavi zurückkehrte, wo bis heute ein Teil ihrer Verwandtschaft lebt und von wo die meisten Auswanderer nach Tirol stammen.
ORGANISATION, GESELLSCHAFTLICHE UND HUMANITÄRE BEDEUTUNG
Da im Jahr 2026 das große Jubiläum – 170 Jahre seit der Geburt eines der größten Denker der Menschheitsgeschichte, Nikola Tesla – begangen wird, entschied sich SPOJI, aus diesem Anlass diesen Theaterabend über das berühmte Genie, seine Mutter und seine Familie zu organisieren, mit dem Ziel, die Erinnerung an das Leben und Werk unseres großen Vorbilds sowie unsere Identität zu bewahren.
Wie fast immer in Innsbruck kamen auch diesmal Gäste aus verschiedenen Regionen – aus ganz Tirol sowie aus Oberösterreich – die trotz des schönen Wetters ihre wertvolle Zeit opferten, um diese Aufführung zu besuchen und damit einen bedeutenden Beitrag zur Pflege und Bewahrung unserer Kultur und Identität zu leisten. Gleichzeitig trugen sie mit ihren freiwilligen Spenden dazu bei, dass am Ende ein Betrag von 2.140 Euro gesammelt werden konnte, der armutsbetroffenen Familien am Balkan sowie den bedürftigsten Fällen in Tirol zugutekommen wird.

Die Rolle des Moderators übernahm Mag. Vladimir Vlajić, einer der Gründer und Vorstandsmitglieder von SPOJI sowie des Dachverbandes der Serben in Österreich, der alle Gäste willkommen hieß und sie mit den Details der Veranstaltung, der Aufführung und den Zielen des Abends vertraut machte.

Der Abend wurde auch durch zahlreiche Ehrengäste bereichert, darunter: Zoran Šijaković, Vorsitzender des Vereins „Danica Austria“ und Mitglied des Gemeinderates in Braunau am Inn, Prof. Petar Grbović vom Institut für Mechatronik der Universität Innsbruck, Živorad Karajović, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Serbisch Orthodoxen Kirchengemeinde in Innsbruck, Vertreter des Kulturvereins „Polet“ aus Wörgl, sowie Marko Banić, einer der Unterstützer dieser Veranstaltung. Interessant ist auch, dass die Aufführung vom nigerianischen Prinzen Dyke A., einem Angehörigen einer königlichen Linie aus Nigeria, der in Innsbruck lebt und arbeitet, besucht wurde.






In seiner Ansprache bedankte sich Vladimir Vlajić besonders bei allen Unterstützern, die mit ihrem Beitrag zum Erfolg dieser bedeutenden Veranstaltung beigetragen haben. Dabei betonte er, dass sie unsere heutigen Wohltäter und Stifter seien, die die Wichtigkeit und den Wert solcher Veranstaltungen und Projekte erkannt haben – Projekte, die Gemeinschaft schaffen, zur Bewahrung unserer Identität beitragen und überall dort helfen, wo Hilfe benötigt wird. Ihre Unterstützung ist von unschätzbarer Bedeutung für unsere Arbeit und für das Fortbestehen der serbischen Gemeinschaft in der Diaspora.


Dazu zählen die Stadt Innsbruck, Frau Djuja Tešanović aus Salzburg, die als erste Frau mit Migrationsherkunft in den Gemeinderat und die Arbeiterkammer Salzburg eingezogen ist, die Fast-Food-Restaurants „B-West“ und die Familie von Saša Dušanić, „Leckerland Imbiss“ und die Familie von Boško Vasilić, das Restaurant „Das Schnitzerl“ und die Pizzeria „Venezia Igls“ sowie Familie Žunić, das Unternehmen „Marko Banić Eisenverlegung“ aus Innsbruck sowie das Restaurant „Europabrücke“ in Schönberg an der Strecke von Innsbruck in Richtung Südtirol.
DANK DES VORSTANDES VON SPOJI
Der Vorstand von SPOJI bedankt sich nochmals bei allen Gästen dieses Abends sowie bei allen Unterstützern, die durch ihr Kommen diesen Abend bereichert und durch ihre Hilfe möglich gemacht haben, ebenso dafür, dass sie regelmäßig ihre wertvolle Zeit investieren und Anstrengungen unternehmen, um unsere Identität zu pflegen und zu bewahren, sowie dass sie durch die humanitären Aktionen von SPOJI armutsbetroffenen Familien am Balkan und den bedürftigsten Fällen in Tirol helfen.
Verbunden sind wir stärker!
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